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Deployment, das man nachvollziehen kann

Keine Klick-Historie in einer Web-Console, kein Server, den nur der Kollege kennt, der gerade im Urlaub ist. Bei uns entsteht jede Umgebung als Infrastructure as Code — versioniert, dokumentiert und reproduzierbar. Das ist keine Ideologie, sondern Ihre Exit-Versicherung: auch uns gegenüber.

Prinzipien

Drei Regeln für jede Umgebung, die wir bauen

/01 — Alles ist Code

git clone statt Wiki-Archäologie

Terraform für die Infrastruktur, Ansible für die Konfiguration, Helm/Kustomize für Workloads. Die gesamte Umgebung liegt in Ihrem Repository — jede Änderung ist ein Commit mit Autor, Datum und Begründung.

/02 — GitOps

Der Cluster folgt dem Repo

Deployments laufen über die Pipeline, nicht über SSH-Sessions um 23 Uhr. Was in main liegt, läuft in Produktion — und was in Produktion läuft, steht in main. Rollback = git revert.

/03 — Boring Technology

Langweilig ist das neue Robust

Wir setzen auf Werkzeuge mit zehn Jahren Zukunft: PostgreSQL, Kubernetes/k3s, Nginx/Traefik, Debian. Keine Experimente auf Ihre Kosten — Innovation gehört ins Produkt, nicht in die Infrastruktur.

Referenzarchitekturen

Drei Größen. Kein Overengineering.

Die häufigste Krankheit nach Cloud-Migrationen: Architekturen, die für Google-Scale gebaut wurden, aber drei Kunden bedienen. Wir dimensionieren nach Realität — und bauen so, dass Wachstum ein Upgrade ist, kein Neuanfang.

🌱

S — Der solide Start

2–3 VMs + Docker Compose. Reverse Proxy (Traefik/Caddy) mit Auto-TLS, App-Container, PostgreSQL mit täglichen Backups, Monitoring-Agent.

  • Für MVPs, interne Tools, Setups bis ~10k Nutzer
  • Ab ~50 €/Monat Infrastrukturkosten
  • Deploy per CI-Pipeline in < 2 Minuten
  • Upgrade-Pfad zu M ohne Re-Architektur
🌳

M — Das wachsende Produkt

k3s-Cluster (3+ Nodes) mit Load Balancer, Cert-Manager, GitOps (Argo CD/Flux), zentralem Logging und HA-Postgres (Patroni oder Managed).

  • Für SaaS-Produkte mit echtem Traffic und SLOs
  • Rolling Deployments ohne Downtime
  • Horizontal skalierbar per Node-Hinzunahme
  • Typisch 200–800 €/Monat statt vierstelliger AWS-Rechnung
🌲

L — Das HA-Setup

Managed K8s oder Multi-Node-Cluster über zwei Standorte, Ceph/Longhorn-Storage, Object Storage, dediziertes Monitoring, definierte RPO/RTO.

  • Für Plattformen mit Verfügbarkeits-Zusagen
  • Standort-Failover (z. B. Nürnberg ↔ Helsinki)
  • Disaster-Recovery-Plan inkl. Restore-Tests
  • Details dazu auf der Backup-Seite

So sieht das aus

Ein Deployment bei HyggeCloud — vom Commit bis live

pipeline — deploy.yml
git push origin main
# CI: Tests .............................. ✓ 214 passed
# CI: Container Build .................... ✓ app:v2.4.1
# CI: Security Scan (trivy) .............. ✓ 0 critical
# CD: Rolling Update (k3s) ............... ✓ 6/6 pods ready
# Health Checks .......................... ✓ 200 OK

Deploy-Dauer: 94 Sekunden · Downtime: 0
Rollback bei Bedarf: git revert && push

Was immer dazugehört

  • Automatisches TLS — Let's Encrypt via Cert-Manager oder Traefik, niemals abgelaufene Zertifikate
  • Secrets-Management — sops/age oder OpenBao, keine Passwörter in Repos oder Pipelines
  • Staging-Umgebung — identisch zur Produktion, weil „bei mir lokal ging's" kein Deployment-Konzept ist
  • Monitoring ab Tag 1 — Grafana, Prometheus, Loki und Alerts, bevor der erste Nutzer kommt
  • Dokumentierte Runbooks — Deployment, Rollback, Incident: alles beschrieben, nichts im Kopf einzelner Personen

// Der Werkzeugkasten

iac: Terraform / OpenTofu config: Ansible gitops: Argo CD / Flux ci: GitLab CI / GitHub Actions ingress: Traefik / Nginx / Caddy tls: cert-manager / Let's Encrypt secrets: sops + age / OpenBao registry: Harbor / GitLab Registry scan: trivy / grype

Klartext

Was wir beim Deployment nicht machen

  • Kein Kubernetes um jeden Preis. Für viele Setups ist Docker Compose auf zwei soliden VMs die bessere Antwort. K8s gibt's, wenn es K8s braucht.
  • Keine Tool-Zoos. Jedes zusätzliche Werkzeug ist ein Werkzeug, das Ihr Team lernen und warten muss. Wir wählen wenige, bewährte Komponenten.
  • Kein Vendor-Lock-in durch die Hintertür. Auch unsere eigenen Setups sind so gebaut, dass jeder kompetente Admin sie übernehmen kann.

„Die beste Infrastruktur ist die, über die man nicht reden muss.

Sie deployt montags wie freitags, sie überlebt den Ausfall einer Node, und wenn jemand fragt, wie sie funktioniert, zeigt man auf ein Repository statt auf eine Person."

— Das HyggeCloud-Prinzip

Zeigen Sie uns Ihr Setup — wir zeigen Ihnen den Weg.

Im Hygge Check analysieren wir Ihre bestehende Deployment-Landschaft und entwerfen die Ziel-Architektur — dimensioniert nach Realität, nicht nach Hochglanz-Diagrammen.

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